Das Ende in Great Hallingbury und die schöne Vorweihnachtszeit

aktuellsten Stücke

Gestern morgen in aller früh bin ich mit dem Flieger von London-Stansted zurück nach Bremen geflogen und bin nun also für eine kurze Weile in der Heimat Oldenburg!
Mein Auto wird Weihnachten und Sylvester ohne mich in Great Hallingbury bei Margaret verbringen müssen, da ich nun noch den Januar und Februar in England sein werde.

Die letzten Monaten bei Margaret waren sehr Keramik- und Arbeitsintensiv, (was ich eigentlich von jedem Aufenthalt soweit sagen kann). Naja immerhin hat es mir sehr viel Freude bereitet. Wir haben innerhalb von 2 Wochen im November zwei Mal ihren großen Salzofen gebrannt, was wohl mit zu den Höhepunkten für mich zählt.

Hier eine kurze Beschreibung zur Brenntechnik:
Allein der Einbau der einzelnen Pötte dauert schon 1,5 bis 2 Tage. Ist also nicht mit dem Einbau in einen Elektroofen zu vergleichen, denn neben dem eigentlichen Einsetzen kommen noch Arbeiten wie z.B. das Preparieren der Brennplatten, Säubern des Ofeninnenraumes, einsetzen der Pyrometer hinzu. Und wenn es dann ans

Margaret´s saltfiring

Einbauen geht, ist es ein ziemliches Gefrickel den Platz im Ofen so effizient wie möglich zu nutzen, um möglichst wenig Platz zu verschwenden. Ist das Einsetzten erledigt,kommt es zum Einbau der Ofentür. Da Magaret den Ofen damals selbst mit feuerfesten Ziegelsteinen gebaut hat, besteht auch die Tür aus einzelnen feuerfesten Steinen. Und obwohl diese für jedem Brand so ziemlich in gleicher Reihenfolge eingestetzt werden, gibt es immer welche, die diesmal einfach nicht passen wollen. Das liegt meistens daran, dass sie vom Salz zum Teil sehr stark angegriffen werden und dadurch ein wenig ihre Form verändern, was nun also ein weiterer job ist der getan werden muss. Diese Steine müsssen durch eine Flex wieder  in Form gebracht werden. Ist alles so weit erledigt und der Ofen verschlossen, geht es nun also zum Brand, dem wirklichem Adrenalin-Kick!
Man beginnt langsam, steigt langsam mehr und mehr die Temperatur, (gebrannt wird hier übrigends mit Gas!) und wenn die Top-Temperatur erreicht ist, liegt zwischen 1200°C und 1300°C geht es ans Salzen. Magaret nutzt dazu ein Gemisch aus Salz und Soda, was einfach in Wasser aufgelöst und dann mit einer Art Spritzpistole in geringen Abständen in die Flammen und vier weiteren Löchern in den Ofen hineingespritzt wird. Dieser Salzprozeß zieht sich über 2 – 3 Stunden, die sich jedoch lange nicht so lang anfühlen. Ist das Salzen erledigt, heisst es nocheinmal 1-2h warten und die Temperatur halten und abwarten bis der Ofen dann nach 3 Tagen genügend abgekühlt und und ausbaubereit ist!
Die Flaschenvasen und kleinen Likörbecher, die ihr auf der `own work – Seite´ seht sind mein Profit aus diesen zwei Bränden.
Des weiteren hat Magaret mir netterweise die Möglichkeit gegeben in meiner freien Zeit ein paar Arbeiten für mich aus rotem Töpferton zu entwickeln. So habe ich mich daran gemacht Engobenrezepte zusammenzusuchen und auszuprobieren und meinen ersten kleinen eigenen Stil zu entwickeln. Das sind nun also diese ganzen Kringel- und Quadrat – Dinge!
Wie ihr seht ist doch wieder einmal einiges pass

Bei Oma und Opa

iert ich ich habe wieder einmal sehr viel gelernt und viele schöne Erfahrungen gesammelt.
Jetzt genieße ich jedenfalls ersteinmal die sch

öne Vorweihnachts- Weinachts- und Neujahrszeit mit Freunden und Familie und wünsch allen ein paar schöne Tage ohne Stress!

Dieser Beitrag wurde unter Blog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.